Info der Woche

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58,2 Prozent sagen „Ja“ zum Schweizer Energiegesetz

Referendum vom 21. Mai 2017

Die Schweizer haben sich in ihrem Referendum vom 21. Mai 2017 mit einer Mehrheit von 58,2 Prozent für die „Energiestrategie 2050“ ausgesprochen. Diese beinhaltet eine stärkere Förderung erneuerbarer Energien wie Wind, Sonne, Geothermie und Biomasse, sowie ein Verbot von Kernkraftwerksneubau. Doch die fünf laufenden Kernkraftwerke werden nicht sofort abgeschaltet – dies hatten die Schweizer im November 2015 deutlich abgelehnt. Sie werden noch bis zu 15 Jahre Strom produzieren, sofern sie von der Aufsichtsbehörde als sicher eingestuft werden. Das Gesetz soll 2018 in Kraft treten.

In der Schweiz stammen nahezu 60 Prozent des Stroms aus nachhaltigen Quellen, überwiegend aus Wasserkraft. In Deutschland ist der Anteil im Vergleich nur etwa halb so hoch. Die „Energiestrategie 2050“ verschärft auch die Richtwerte für den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß von Fahrzeugen. Neben den erneuerbaren Energien soll auch die Sanierung bestehender Gebäude für mehr Energieeffizienz gefördert werden. Die Finanzierung soll in Teilen durch eine Zusatzabgabe der Stromkunden erfolgen.

Erneuerbare Energien und Strompreise gehörten bereits in dem im April 2017 veröffentlichten „World Energy Issues Monitor“ zu den Top-Themen der Entscheider aus der Schweizer Energiewirtschaft. Ebenfalls dazu zählen Strompeicher und dezentrale Energiesysteme. Lesen Sie mehr zu den Ergebnissen der Befragung hier.