Info der Woche

Mit Grafiken, Zahlen und Zitaten informieren wir jede Woche zu aktuellen nationalen und internationalen Energiefragen.

CO2-Reduktionspfad im Pkw bis 2030 – Elektrifizierung muss es richten

Energie für Deutschland 2018

Die Stromnachfrage des Straßenverkehrs wird im kommenden Jahrzehnt ansteigen. Verschiedene Fahrzeughersteller nennen für das Jahr 2025 Zielgrößen für den Anteil von Elektrofahrzeugen (Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und Plug-In-Hybride (PHEV)) von 20 % bis 25 % am weltweiten Absatz. Auch die Zulieferindustrie rechnet mit einer massiven Elektrifizierungswelle im Pkw-Bereich, da sich ohne diesen Schritt die künftigen CO2-Vorgaben für Neuwagen nicht realisieren lassen.

Bereits um die vorgelegten Zielwerte der EU-28 für 2030 einhalten zu können, muss die Elektrifizierung des Antriebsstranges den Löwenanteil der Einsparungen erbringen. Das bedeutet zum einen den breiten Einsatz von Vollhybriden, aber auch eine weite Verbreitung von BEV und PHEV, die ihre Emissionen zumindest teilweise in den Stromsektor verlagern werden. Eine erwartete Verteilung der künftigen Minderungsleistungen im bestehenden Grenzwertsystem ist in der Abbildung dargestellt.

Im Grenzwertsystem werden die aktuelle Abkehr vom Diesel und der Trend zu immer mehr SUVs bis 2030 zu höheren Emissionen der Neuwagenflotte führen. Dies muss vor allem durch eine immer weitergehende Elektrifizierung des Antriebsstrangs überkompensiert werden, denn die klassischen Methoden der Effizienzsteigerung haben nicht mehr das Potenzial, die künftigen Zielwerte zu erreichen.

Mehr zu den Trends im Verkehrssektor lesen Sie in der aktuellen Energie für Deutschland 2018.