Deutsch-Afrikanisches Energieforum

Der Weltenergierat – Deutschland unterstützt als Kooperationspartner das Deutsch-Afrikanische Energieforum, das vom Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft jedes Jahr im Frühling in Hamburg veranstaltet wird.

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11. Deutsch-Afrikanisches Energieforum am 25. – 26. April 2017 in Hamburg

Mit dem Deutsch-Afrikanischen Energieforum bietet der Afrika-Verein seit elf Jahren Unternehmen, Politikern und der Wissenschaft aus dem Energiesektor aus Deutschland und Afrika eine Plattform. Hier können Sie sich

– mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik aus ganz Afrika und Deutschland zu vernetzen

– mit deutschen Wissenschaftlern, Politikern und Unternehmern der Energiebranche auszutauschen

– über aktuelle Themen, Projekte und Chancen der Energiemärkte des afrikanischen Kontinents umfassend zu informieren

In diesem Jahr wird der Fokus auf dem Thema Industrialisierung liegen, das Motto lautet: Energie für die Industrialisierung Afrikas!

Mitglieder des Weltenergierat – Deutschland erhalten eine Vergünstigung in Höhe von 50 % auf den Teilnehmerbeitrag, bei Interesse wenden Sie sich an Nicole Kaim-Albers: kaim@weltenergierat.de.

Hier finden Sie weiterführende Informationen zur Veranstaltung.


Rückblick: 10. Deutsch-Afrikanisches Energieforum vom 25. – 26. April 2016

Das zehnjährige Jubiläum des Deutsch-Afrikanischen Energieforums in der Hamburger Handelskammer stand ganz im Zeichen der deutsch-afrikanischen Kooperation. Im Zentrum der Veranstaltung wurden der Wandel von großen Energieprojekten hin zu kleineren, flexiblen und dezentralen Versorgungseinheiten diskutiert. Hier könnten deutsche Firmen ihre Erfahrungen und Lösungsansätze aus der Energiewende anbieten, so Dr. Stefan Liebing, Vorsitzender des Deutschen Afrika-Vereins. „Off-grid-solutions“, kleine, autarke Stromversorgungssysteme stellten bereits heute eine wichtige Säule in der Elektrifizierung der ländlichen Region auf dem afrikanischen Kontinent dar. Diese kleinteiligen Anlagen böten eine adäquate und kostengünstige Lösung, um die wachsende Bevölkerung mit Energie zu versorgen.

Besonderes Potenzial wird in der Verknüpfung von Energie und Telekommunikation gesehen. Afrika ist der einzige Kontinent auf dem „Mobile Money“ Lösungen – Transaktionen und Bezahlverfahren per Handy – sich durchsetzen konnten. Auch im Öl- und Gassektor werden derzeit eher kleinere und flexiblere Förderprojekte als realistisch betrachtet. Der niedrige Ölpreis und die damit verbundenen Unsicherheiten in der Rentabilität von Investitionen machen große Produktionen zunehmend unattraktiv für internationale Ölfirmen. Derzeit wirke sich der niedrige Ölpreis sehr unterschiedlich auf die afrikanischen Volkswirtschaften aus, es gibt „Verlierer und Gewinner“ aus dieser Situation. Die Experten sind sich jedoch einig, dass der Preis pro Barrel mittelfristig wieder stark ansteigen wird.

Neben den kleinteiligen, dezentralen und zumeist kommunal beschränkten Projekten zur Energieversorgung, rückt auch die zwischenstaatliche Zusammenarbeit in der afrikanischen Energiedebatte immer mehr ins Zentrum. Hierbei geht es vorrangig um gemeinsame Großprojekte wie Wasserkraftwerke, Interkonnektoren, sowie um die Harmonisierung von regulatorischen Rahmenbedingungen in der Förderung von erneuerbaren Energien.

Der Weltenergierat – Deutschland unterstützte zum wiederholten Mal die Veranstaltung als Kooperationspartner. Über 400 Teilnehmer aus Europa und Afrika, darunter drei afrikanische Energieminister sowie der Staatssekretär des BMWi, Uwe Beckmeyer, nahmen an der Konferenz teil.