12/12/14: Global Electricity Initiative Report: Weltenergierat fordert angemessenen CO2-Preis

Anlässlich der Klimakonferenz in Lima veröffentlicht der World Energy Council einen Bericht der „Global Electricity Initiative“, eines internationalen Netzwerks von Stromversorgungsunternehmen, das über 80 Prozent der weltweiten Stromerzeugungskapazitäten repräsentiert. Darin werden unter anderem die Ergebnisse einer CEO-Befragung dargestellt:

„Ohne nachhaltige politische Signale bleiben riesige Klimaschutzpotenziale in der Stromwirtschaft ungenutzt, sei es bei Investitionen in die Infrastruktur oder bei Forschung und Entwicklung von Klimaschutztechnologien“, kommentiert der Präsident des Weltenergierat – Deutschland, Dr. Uwe Franke, den Bericht. Auch uns Deutschen müsse klar sein: Wir allein werden das Klima nicht retten, auch nicht bei 80 Prozent Erneuerbaren im Strommix 2050. „Vielmehr müssen wir uns für einen angemessenen CO2-Preis auf internationaler Ebene einsetzen. Zu diesem Ziel steht die Stromwirtschaft, egal ob in Deutschland, Europa oder in der Welt“, so Franke.

Dass die regionale Integration als wichtiger Trend identifiziert wurde, freut den Präsidenten des Weltenergierat – Deutschland. Denn: „In Fragen der regionalen Integration kann Europa ein Beispiel für andere Teile der Welt darstellen. Noch ist der vollständig umgesetzte europäische Binnenmarkt für Strom keine Realität. Doch bereits heute wird deutlich, wie viele Synergien und Potenziale sich mit jedem Schritt in diese Richtung erzielen lassen.“ Gerade erst im Herbst hat ein Bericht der niederländischen und deutschen Sektion des Weltenergierates gezeigt, dass sich durch eine engere Koordination im Energiesektor beider Länder Einsparungen von mehreren Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaften ließen.

Hier können Sie den „Global Electricity Initiative Report“ herunterladen.