Info der Woche

Mit Grafiken, Zahlen und Zitaten informieren wir jede Woche zu aktuellen nationalen und internationalen Energiefragen.

40 Prozent aller Neuwagen in Norwegen sind E-Autos

Energie für Deutschland 2018

Elektrofahrzeuge spielen eine zunehmende Rolle in den Zukunftsplänen von Politik und Wirtschaft. Großbritannien und Frankreich wollen bis 2040 keine konventionell motorisierten Fahrzeuge mehr zulassen. Norwegen als Europas Vorreiter in Sachen E-Mobilität plant diesen Schritt sogar schon für 2025. Dort werden bereits heute 40 Prozent aller zugelassenen Neuwagen mit Strom angetrieben.

Möglich wurde dies durch eine massive staatliche Förderung, die bis zu 20.000 Euro pro Fahrzeug betragen kann. Zudem verfügt Norwegen seit jeher über eine vergleichsweise günstige Infrastruktur für Elektroautos. Zum einen ist der norwegische Strom dank Wasserkraft nahezu CO2 frei, zum anderen gibt es viele frei zugängliche Steckdosen bedingt durch die hohe Verbreitung elektrischer Standheizungen. Die norwegische Regierung schreibt zudem den Ausbau der öffentlichen Lademöglichkeiten etwa für Parkplatzbetreiber vor.

Der mit Abstand größte Absatzmarkt für Neuwagen ist China. Im Jahr 2017 wurden 24,2 Millionen Pkw in China verkauft, davon 600.000 Elektrofahrzeuge mit einem Marktanteil von ca. 2,5 Prozent. Der zweitgrößte Markt ist inzwischen die EU-28, welche die USA abgehängt hat. In Summe sorgen Förderungsinstrumente dafür, dass sich der Markt für Elektroautos weltweit schneller entwickelt als zuvor erwartet. Es ist absehbar, dass Elektroautos im nächsten Jahrzehnt auch ohne Förderung marktfähig werden.

Mehr zu den Trends im Verkehrssektor lesen Sie in der aktuellen Energie für Deutschland 2018.