World Energy Outlook

Der World Energy Outlook (WEO) zählt weltweit zu den bedeutendsten Energiemarktanalysen und hat international einen großen Stellenwert. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem BDI organisiert der Weltenergierat die jährliche Präsentation und Diskussion des Reports durch die Internationale Energieagentur (IEA) in Berlin.

Am 15. November wurde der World Energy Outlook 2019 in Berlin präsentiert.

Wir haben uns gefreut, die Ergebnisse des diesjährigen World Energy Outlooks der Internationalen Energieagentur am 15. November in Berlin zu präsentieren und zu diskutieren. Neben den alljährlichen prominenten IEA-Szenario-Analysen standen die Themenfelder Erdgasinfrastruktur, Offshore Windenergie und der regionale Schwerpunkt Afrika im Fokus des Berichts. Diese und weitere Themen haben wir mit Experten aus Wirtschaft und Politik diskutiert.

Es begrüßten Holger Lösch, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer, Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. und Staatssekretär Andreas Feicht, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Anschließend präsentierte Dr. Fatih Birol, Executive Director der International Energy Agency die Ergebnisse des World Energy Outlook 2019. Das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier.

Die Zusammenfassung des World Energy Outlook 2019 steht Ihnen bereits zum Download bereit. Die Präsentation des World Energy Outlook 2019 finden sie hier.


Zusammenfassung des World Energy Outlook 2019

Im diesjährigen WEO wird die globale Entwicklung der Energieversorgung in zwei Szenarien aufgezeigt. Das sind das Stated Policies Scenario (zentrales Szenario) und das Sustainable Development Szenario.

Gemäß Stated Policies Scenarios steigt der weltweite Primärenergieverbrauch bis 2040 um 24 % im Vergleich zu 2018. Im Jahr 2018 entfiel ein Drittel des globalen Energieverbrauchs auf Europa und Nordamerika. Bis 2040 wird es nur noch ein Viertel sein (darunter 10 Prozentpunkte Europa). Der Schwerpunkt des Energieverbrauchs verlagert sich nach Asien. Die Hälfte des Anstiegs im Primärenergieverbrauch wird durch erneuerbare Energien gedeckt. Erneuerbare Energien werden 2040 mit 21 % am gesamten Primärenergieverbrauch beteiligt sein – gegenüber 14 % im Jahr 2018. 2040 wird der globale Ölverbrauch 9 % höher sein als heute. Der weltweite Verbrauch an Kohle bleibt gegenüber 2018 konstant. Die Nutzung von Erdgas expandiert um 36 %. Gegen Ende der zweiten Hälfte der 2020er Jahre löst Erdgas die Kohle als weltweit zweitwichtigsten Energieträger – nach Erdöl – ab. Der bis 2040 erwartete Zuwachs der Kernenergie entspricht 28 %.

Die weltweite Stromnachfrage nimmt bis 2040 um 58 % und damit mehr als doppelt so stark zu wie der Primärenergieverbrauch. Für den Anstieg des Stromverbrauchs sind zu fast 90 % die Entwicklungs- und Schwellenländer, zu zwei Drittel in Asien, verantwortlich. 2040 wird weltweit fast drei Mal so viel Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wie 2018. Damit werden drei Viertel der in diesem Zeitraum erwarteten Zunahme im Verbrauch an Elektrizität durch erneuerbare Energien gedeckt. Demgegenüber sinkt der Anteil fossiler Energien an der globalen Stromerzeugung von 64 % im Jahr 2018 auf 48 % im Jahr 2040.

Die globalen energiebedingten CO2-Emissionen nehmen bis 2040 noch mit jahresdurchschnittlichen Raten von 0,3 % zu. Sie übertreffen dann mit 35,6 Milliarden Tonnen den Stand des Jahres 2018 (33,2 Milliarden Tonnen) um 7 %. Zwar flacht sich damit der Emissionsanstieg im Vergleich zur Vergangenheit deutlich ab. Allerdings würde mit einer solchen Entwicklung das Ziel, den Temperaturanstieg auf weniger als 2 Grad zu begrenzen, deutlich verfehlt.