Studien

Neben der jährlich erscheinenden Publikation „Energie für Deutschland“ veröffentlicht der Weltenergierat – Deutschland Analysen zu aktuellen Energiethemen mit internationalen Bezug.

Decarbonised hydrogen imports into the European Union: challenges and opportunities

Viele europäische Staaten haben CO2-armen und -neutralen Wasserstoff als zentrales Element zur Erreichung ihrer Klimaziele identifiziert. Doch wo soll der notwendige dekarbonisierte Wasserstoff herkommen? Die neue Studie des World Energy Council – Europe beleuchtet Szenarien für die Produktion und den Verbrauch von dekarbonisiertem Wasserstoff in der EU sowie für H2-Importe in die Union. Sie betrachtet Kosteneinschätzungen für den Transport von Wasserstoff für mehrere europäische Länder und leitet Implikationen für den europäischen Stromsektor, die Wettbewerbsfähigkeit von Wasserstoff und das Erreichen der Klimaneutralität in 2050 ab.

Prognosen und Szenarien zur globalen Energieversorgung

Energieszenarien und -prognosen sind keine Prophezeiungen, dennoch geben sie Orientierung für Entscheider aus Wirtschaft und Politik, für die Wissenschaft und die Gesellschaft im Allgemeinen. Sie helfen dabei, weltweite Trends zu erkennen und einzuordnen. In der vom Weltenergierat veröffentlichten Studien wurden die aktuellen Ergebnisse der Prognosen und Szenarien sowie ihre Methodologien und Annahmen folgender Institutionen dargestellt: Internationale Energie-Agentur, Energy Information Administration, Shell, ExxonMobil, BP, Equinor, DNV-GL, McKinsey und World Energy Council.

Die Studie analysiert staatliche Instrumente für den Wasserstoffeinsatz in 16 Staaten und leitet Empfehlungen für einen globalen Wasserstoffmarkt ab. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen liegt auf den jeweiligen nationalen Zielen, den adressierten Sektoren und den notwendigen Infrastrukturen. Weltweit haben bereits 20 Staaten Wasserstoffstrategien veröffentlicht oder planen dies in Kürze.

Globale Szenarien und Prognosen zur Energieversorgung im Vergleich

In diesem Bericht werden folgende Energieszenarien und -prognosen dargestellt: Internationale Energie-Agentur, Energy Information Administration, Shell, ExxonMobil, BP, Equinor, DNV-GL, McKinsey und World Energy Council. Trotz aller Differenzen in Methodik und Erkenntnis lassen sich deutliche Gemeinsamkeiten in der Bewertung der zukünftigen globalen Energieversorgung erkennen.

Die Studie gibt einen Überblick, wie sich die globale Power-to-X-Nachfrage entwickeln wird, identifiziert einen Kriterienkatalog für Investitionsentscheidungen und zeigt attraktive Standorte für die PtX-Produktion im Rahmen einer Roadmap dar. Politische Entscheidungsträger sollten eine internationale Integration anzustreben und von einer eher technologieorientierten Politik zu einem allgemeineren Ansatz zu übergehen, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle kohlenstoffneutralen Technologien, einschließlich PtX, zu schaffen.

Lastregelung, auf Englisch auch Demand Side Management (DSM) genannt, bezeichnet die Steuerung des Energieverbrauchs auf der Nachfrageseite, um Regelenergie zur Verfügung zu stellen und dadurch die Stromnetze zu stabilisieren. Diese Veröffentlichung bietet qualitative Kostenbetrachtung des DSM am Beispiel der Chlor-Alkali-Elektrolysen. Hierbei wird deutlich, dass für die Chlorelektrolysen eine Lastverschiebung nur unter entsprechend hohen Aufwendungen praktikabel ist.

Der vom Weltenergierat – Deutschland und dem Wissenschaftsportal klimafakten.de veröffentlichten Berichts zeigt auf, wie die Erderwärmung sich auf den gesamten Energiesektor auswirken wird: Zum einen direkt durch die Veränderungen des Klimas, zum anderen indirekt durch politische Beschlüsse zum Klimaschutz. Wenn das international vereinbarte Klimaziel erreicht werden soll, ist eine grundlegende Transformation der Energiewirtschaft erforderlich.

In dieser umfangreichsten Potenzialanalyse sind die Chancen und Voraussetzungen einer intensivierten europäischen Integration der Strom- und Leistungsmärkte analysiert und vielversprechende Synergiepotenziale identifiziert. Unter der Voraussetzung eines Stromnetzes, das nicht mehr durch die jetzigen Netzengpässe eingeschränkt wäre, könnten in den 15 untersuchten Ländern im Jahr 2030 im wahrscheinlichsten Fall zwischen 27 und 34 Gigawatt Leistung weniger vorgehalten werden.

Diese Studie analysiert die Potenziale der Wasserkraftspeicherung in Österreich, der Schweiz, Norwegen und Schweden. 38 Terawattstunden Strom aus Erneuerbaren, die im Jahr 2050 in Deutschland nicht zeitgleich verbraucht werden, könnten mittelfristig durch die Speicherkapazitäten des Alpenraums eingespeist werden. Langfristig werden jedoch die Speicher von diesen Ländern selbst benötigt. Dagegen kann die „indirekte Speicherung“ in skandinavischen Speicherwasserkraftwerken zur Versorgungssicherheit beitragen.

Seit rund zehn Jahren präsentiert der World Energy Issues Monitor die Ergebnisse einer jährlichen Umfrage innerhalb des globalen Netzwerkes des World Energy Council. Als besonders unsicher und zugleich relevant stechen dieses Mal insbesondere die Themen US-Policy und Blockchain hervor. In Deutschland sind daneben auch Russia und Innovative Transport weit oben in der Unsicherheitsskala.

Der World Energy Council veröffentlichte 2020 zum zehnten Mal seinen sogenannten „World Energy Trilemma Index“, in welchem 108 Staaten nach den drei Dimensionen des energiepo-litischen Zieldreiecks bewertet werden: Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit. Deutschland befindet sich auf Platz sieben. Auf Platz eins liegt, wie in den Jahren zuvor auch, die Schweiz.