Zahlen und Fakten zum deutschen Energiemarkt 2025
Zahlen und Fakten zum deutschen Energiemarkt 2025
– Trotz einer moderaten Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,5 % kam es 2025 zu keinem Anstieg des Gesamtenergieverbrauchs in der EU.
– Die EU27 deckte 57 % ihres Energiebedarfs durch Importe.
– Erneuerbare Energien blieben mit einem Anteil von 21,3 % drittwichtigste Primärenergiequelle der EU; ihr Anteil an der Stromerzeugung lag bei 47 %.
Der Primärenergieverbrauch in Deutschland belief sich im Jahr 2025 auf 10.530 Petajoule. Dies entspricht 359,3 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE) bzw. 251,5 Mio. t Öleinheiten. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Primärenergieverbrauch konstant geblieben.
Die Deckung des Energieverbrauchs erfolgte 2025 zu 32 % durch heimische Energieträger. Von der gesamten Primärenergiegewinnung in Deutschland in Höhe von 114,9 Mio. t SKE entfielen 2025 75,0 Mio. t SKE auf Erneuerbare. Es folgte Braunkohle mit 26,2 Mio. t SKE. Die inländische Förderung von Erdgas belief sich 2025 auf 4,4 Mio. t SKE, von Mineralöl auf 2,3 Mio. t SKE.
Importierte Energien deckten 68 % des Energieverbrauchs. 2025 war Norwegen die für Deutschland stärkste Bezugsquelle sowohl für Rohöl als auch für Erdgas. In der Rangliste der Ursprungsländer für Rohöl folgten 2025 die USA, Libyen, Kasachstan und das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland.
2025 betrug die gesamte Brutto-Stromerzeugung 499,4 Terawattstunden (TWh). Die Struktur der Brutto-Stromerzeugung nach Einsatzenergien zeigte 2025 folgendes Bild:
– Erneuerbare Energien: 57,8 %,
– Erdgas: 17,3 %,
– Braunkohle: 14,9 %,
– Steinkohle: 6,0 %,
– Mineralöl: 0,8 %,
– Sonstige Energien: 3,3 %
Erneuerbare waren im Jahr 2025 mit 288,6 TWh (2024: 285,1 TWh) bzw. 57,8 % an der Brutto-Stromerzeugung in Deutschland beteiligt (2024: 57,7 %). Die Stromerzeugung war 2025 – wie auch in den Vorjahren – der wichtigste Einsatzbereich der erneuerbaren Energien. So entfiel mehr als die Hälfte des EE-Primärenergieverbrauchs auf den Einsatz in Kraftwerken zur Stromerzeugung.
Die Inlandsablieferungen an Mineralölprodukten haben (einschließlich beigemischter Biokraftstoffe) von 95,3 Mio. t im Jahr 2024 um 1,4 % auf 93,9 Mio. t im Jahr 2025 abgenommen. Hauptprodukte sind die vor allem im Straßenverkehr genutzten Kraftstoffe, das leichte Heizöl mit Einsatzschwerpunkt Raumwärmemarkt, Flugkraftstoff, Rohbenzin und Flüssiggas (Liquefied Petroleum Gas, LPG).
Die CO2‑Emissionen in Deutschland werden für 2025 – einschließlich der Emissionen aus Industrieprozessen und Landwirtschaft – auf 573,5 Mio. t beziffert. Dies entspricht im Vergleich zu 2024 einer Reduktion um 0,1 %. Die gesamten THG-Emissionen – einschließlich anderer treibhausrelevanter Gase, wie Methan, Lachgas und fluorierte Treibhausgase – haben sich von 1.253,1 Mio. t CO2-Äquivalenten im Jahr 1990 um 48,2 % auf 648,9 Mio. t CO2-Äquivalente im Jahr 2025 verringert.