Die neue Ausgabe der „Energie für Deutschland“ wird am 8. September 2026 veröffentlicht.
Energie für Deutschland 2026
Jährlich veröffentlicht der Weltenergierat – Deutschland die „Energie für Deutschland – Fakten, Perspektiven im globalen Kontext“. Die Publikation bietet einen Überblick über die wichtigsten energiewirtschaftlichen Daten und Themen für die Welt, Europa und für Deutschland.
Diesjähriger Schwerpunkt: Geopolitische Fragmentierung: Drei Szenarien für Energiewirtschaft und Klimaschutz
Die internationale Ordnung befindet sich in einer Phase tiefgreifender geopolitischer Umbrüche. Die strategische Rivalität zwischen den USA und China, Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, Konflikte im Nahen Osten sowie der Aufstieg neuer Akteure im Globalen Süden verändern die Rahmenbedingungen für Energiepolitik, Klimaschutz und internationale Zusammenarbeit nachhaltig. Für den Energiesektor bedeutet dies einen grundlegenden Wandel: Versorgungssicherheit und Resilienz gewinnen an Bedeutung, während Energie, Rohstoffe und technologische Wertschöpfung zunehmend zu strategischen Faktoren geopolitischer Macht werden. Handelsbeziehungen und Lieferketten werden neu geordnet, kritische Infrastrukturen geraten stärker in den Fokus sicherheitspolitischer Überlegungen.
In der aktuellen Ausgabe der „Energie für Deutschland“ beleuchten wir die Ursachen und Folgen geopolitischer Fragmentierung und untersuchen anhand verschiedener Zukunftsszenarien die möglichen Auswirkungen auf Energieversorgung, Klimapolitik und Wirtschaft. Zudem diskutieren wir, welche Schlussfolgerungen sich daraus für Deutschland und Europa ergeben.
Die Veröffentlichung für die Ausgabe 2026 ist für den 8. September 2026 geplant.
Webinar zur Veröffentlichung der „Energie für Deutschland 2026“
Die diesjährige Ausgabe von „Energie für Deutschland“ wird am 08. September 2026 von 10:30 bis 12:00 Uhr im Rahmen eines öffentlichen Webinars vorgestellt.
Im Mittelpunkt steht das diesjährige Schwerpunktkapitel „Geopolitische Fragmentierung: Drei Szenarien für Energiewirtschaft und Klimaschutz“. Dr. Jacopo Pepe, Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und Autor des Schwerpunktkapitels, präsentiert die zentralen Ergebnisse. Anschließend kommentiert Dr. Samira Sultan, Senior Economist am Institut der Deutschen Wirtschaft, die Ergebnisse und ordnet die entwickelten Szenarien vor dem Hintergrund aktueller energie- und klimapolitischer Entwicklungen ein. Moderiert wird die Veranstaltung von Weltenergierat-Geschäftsführer Dr. Carsten Rolle.
Für die Teilnahme am Webinar ist keine Anmeldung erforderlich.
Die globale Energielandschaft im Jahr 2025 ist durch eine zunehmende Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch gekennzeichnet. Während die Wirtschaftsleistung der G20-Staaten mit rund drei Prozent weiter solide wuchs, nahm der Energieverbrauch lediglich um 1,4 % zu und entwickelte sich damit deutlich moderater als in den Vorjahren. Diese Entwicklung ist vor allem auf Effizienzgewinne sowie den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien zurückzuführen.
Erneuerbare Energien bleiben der zentrale Treiber der Transformation des Energiesystems.
Energie in der Europäischen Union: Zahlen und Fakten
Die EU verzeichnete zu Jahresbeginn 2025 das vierte Jahr in Folge ein Bevölkerungswachstum, bei stabilem Wirtschaftswachstum und einer weiter gesunkenen Inflation. Bei begrenzten eigenen Vorkommen bleibt die EU stark importabhängig: 2025 wurden Steinkohle, Öl und Erdgas im Wert von 303 Mrd. € eingeführt, wobei die USA mit Abstand größter Lieferant waren, gefolgt von Norwegen und Kasachstan. Aus Russland bezog die EU noch Energierohstoffe im Wert von 17,3 Mrd. € – das entspricht 5,7 % der Drittlandsimporte.
Der Primärenergieverbrauch in Deutschland blieb 2025 stabil. Etwa ein Drittel des Energiebedarfs wurde durch heimische Quellen gedeckt, vor allem durch erneuerbare Energien, während rund zwei Drittel importiert wurden. Bei der Stromerzeugung dominieren weiterhin die erneuerbaren Energien mit fast 58 % Anteil, deutlich vor Erdgas und Kohle. Der Verbrauch von Mineralölprodukten ist leicht rückläufig.
Die CO₂-Emissionen sind gegenüber dem Vorjahr minimal gesunken und liegen insgesamt deutlich unter dem Niveau von 1990.
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