Internationale Aspekte einer Power-to-X Roadmap

In 2018 hat der Weltenergierat eine eigene Studie bei Frontier Economics in Auftrag gegeben, unterstützt von 17 Mitgliedsunternehmen und Partnern.

 

Ausgangspunkt für das Studienprojekt ist die Diskussion um die Sektorkopplung in Deutschland und die Erwartung, dass Deutschland seine Dekarbonisierungsziele im Energiesektor ohne den Import von grünen Treibstoffen/Gasen nicht erreichen kann, da die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien in Deutschland begrenzt ist.

Die Grundidee des Projekts ist es,

  • einen Überblick zu geben, wie groß die deutsche bzw. globale Power-to-X-Nachfrage in Abhängigkeit definierter Annahmen sein könnte.
  • Kriterien zu identifizieren, die für Investitionsentscheidungen für Power-to-X-Anlagen und den Export der Produkte relevant sind (Wind-/Sonnenverfügbarkeit, vorhandene Transportinfrastruktur von Gas/Öl, Häfen, Zinssätze/Länderrisiko-Exposition, Wasserverfügbarkeit etc.).
  • beispielhaft eine Handvoll möglicher Länder zu identifizieren und die Kriterien anzuwenden, sowie die Ergebnisse mit Experten aus diesen Ländern im Rahmen des World Energy Council Netzwerkes zu validieren. Somit sollen attraktive Standorte eruiert werden und inwieweit diese dazu beitragen könnten, im Rahmen einer zukünftig kohlenstoffarmen Welt CO2-neutrale Energie nach Deutschland zu exportieren.
  • mögliche Ansatzpunkte für eine wirtschaftliche Kooperation zur Entwicklung dieser Infrastruktur zu identifizieren und an geeignete Adressaten zu richten.

 

Die Ergebnisse werden im Rahmen des jährlichen Energietags am 18. Oktober 2018 in Berlin veröffentlicht.